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Caroline Polachek mit Billions

Avant-Pop-Maschine Caroline Polachek

Während „Pang“ von 2019 eine gut geölte Avant-Pop-Maschine war, die nach Caroline Polacheks Scheidung geschrieben wurde, war „Bunny Is a Rider“ vom letzten Jahr eine aufregende Verwandlung für die Sängerin. Die ungestüme Single bewegte sich auf einem schmalen Grat zwischen Anonymität und Verlockung.  Der Nachfolger, „Billions“, geht den gleichen Weg. Polachek stellte den Track letztes Jahr bei ihrem ersten Live-Auftritt seit Beginn der Pandemie vor und gab bereitwillig zu, dass sie versuchte, „das Nachglühen einer Wiedereröffnung“ einzufangen. Der von Danny L. Harle mitproduzierte Song „Billions“ ist ein leuchtender Weg in eine neue Ära für die Pop-Autorin.

Caroline Polachek mit stimmlicher Odyssee

Auf „Billions“ begibt sich Polachek auf eine stimmliche Odyssee und bewegt sich mit farbiger Schärfe durch verschiedene Klangfarben, verworrene Tonlagen und Oktaven. Polacheks exzentrische Einzeiler („Salty/Flavor/Lies like a sailor/But he loves like a painter“) weisen nicht eindeutig auf eine übergreifende Geschichte hin, gewinnen aber durch den spielerischen Schwung ihres Gesangs an Klarheit. Im Musikvideo erscheint Polachek wie ein Cherub, der Weintrauben zerdrückt, während sie singt: „Say say say something to me“, wobei ihre Stimme mit flirrenden Effekten knistert.

▶ Sam Shepherd mit hartem Club-Track

In der nächsten Strophe geht sie eine Oktave tiefer und fügt der lebhaften Palette des Songs eine weitere Farbe hinzu. In der letzten Minute steigt sie ganz aus und überlässt dem Trinity-Chor das Zepter für ein episches Finale. Obwohl ihre hochkarätige Gesangsleistung im Mittelpunkt steht, wirkt „Billions“ nie übersättigt und verdient jedes Gramm seines gewaltigen Gewichts.

Hier kommt Caroline Polachek:

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